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Mathias A.

Juvenil

Beiträge: 216

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Kapfenberg

Beruf: Pflegehelfer/ selbständig (Eventmanagement)

1

Freitag, 30. März 2012, 22:01

Monocentropus balfouri (Pocock, 1897)

Wissenschaftlicher Name: Monocentropus balfouri

Unterfamilie: Eumenophorinae

Erstbeschreiber: Pocock, 1897

Grösse: 6-7 cm

Herkunft: Sokotra (Yemen)

Lebensraum: Bodenbewohner

Temperatur Tag: 25-30°C

Temperatur Nacht: 22-25°C

Luftfeuchtigkeit: 60-90%

Grösse des Terrariums: 40x30x30 cm oder grösser

Bodengrund: grabfähiges Substrat, welches auch mit kleineren Steinen versetzt sein kann

Pflanzen: Sukkulenten, trockenheitsliebende Gräser und sonstige trockenheitsliebende Pflanzen. Schau dich im Pflanzenteil um.

Bemerkungen: Monocentropus balfouri bildet mit M.lambertoni und M.longimanus die Gattung Monocentropus. Erstere kommen endemisch auf der Hauptinsel Sokotra des gleichnamigen Archipels in Yemen vor. M.balfouri ist die einzige Theraposidae die auf dieser Insel vorkommt.

Sokotra ist eine relativ kleine Insel, die sich im nordwestlichen Indischen Ozean befindet. In den schmalen Küstenbereichen wird vorwiegend Weihrauch und Aloe angebaut. Zusätzlich wird Viehzucht mit Schafen und Ziegen betrieben. In den tieferen Regionen und an den Berghängen wächst eine vorwiegend dichtbewachsene Vegetation, welche mit oft endemischen Pflanzen bestückt ist.

Das Klima ist stark von der effektiven Meereshöhe abhängig. So regnet es in den höheren Lagen oftmals bis 1000mm, während es in den tieferen Lagen nur 130-170mm ergibt. Die Luftfeuchtigkeit variiert von 60-95%, welche auch durch die zwei Monsunperioden beeinflusst werden. Der meiste Regen fällt in den Monaten Oktober bis Dezember. Die Durschnittstemperatur beträgt ca. 27°C, wobei in den heissen Monaten 35-40°C erreicht werden. Die Temperatur in den Höhlen von M.balfouri schwankt laut STASTNY im Frühling zwischen 27.5-37°C.

Die Zucht dieser momentan raren Art gestaltet sich relativ einfach, wobei Probleme bei der Aufzucht nicht ausgeschlossen sind. Das Weibchen ist bei der Verpaarung wenig aggressiv und verharrt im Anschluss längere Zeit in der Kopulationsstellung. Laut STASTNY kann das Männchen auch für längere Zeit im Terrarium des Weibchens verweilen, ohne dass es zu Komplikationen kommt.
Nach der Kopulation dauert es in der Regel ca. 2 Monate, bis das Weibchen einen Kokon fertigt. Der Kokon wird im Gespinst integriert wie das auch bei anderen Vogelspinnen beobachtet wurde. Darin befinden sich zwischen 20-40 Eier, welche 1.5-2 Monaten schlüpfen. Bei einer Zeitigung ausserhalb des Terrariums sind oftmals grosse Verluste dokumentiert worden. So empfiehlt es sich, den Kokon beim Muttertier zu belassen. Interessanterweise füttert das Muttertier die Jungtiere aktiv und es wurde beobachtet, dass die Nymphen direkt an den Chelizeren der Mutter fressen. Bei einer genügenden Fütterung der Brut mittels Heimchen usw. sollte kein Futterneid entstehen, es wurde sogar beobachtet, dass sich einzelne Nymphen die erbeutete Nahrung teilen. Die Ausfallrate bei einer Aufzucht beim Muttertier sinkt im Gegensatz zur Zeitigung ausserhalb des Terrariums auf ein Minimum. Die Jungtiere können durchaus auch länger beim Muttertier gelassen werden, ohne dass es zu Ausfällen kommt.
Alles in allem ist Monocentropus balfouri eine sehr attraktive Art, welche durch ihr spannendes Verhalten, nicht nur bei der Aufzucht der Jungtiere, besticht.

Quellen:


•wikipedia

•Stastny David ( 2008 ): Nachzucht und Lebensweise von Monocentropus balfouri Pocock, 1897. ARACHNE 13(4): 4-13

LG Mathias

Steven

Egg with Legs

Beiträge: 29

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Wien

2

Sonntag, 22. April 2012, 20:19

Hallo Mathias!

Wie stark ist das Gift von der M. Balfouri?

Kann man es mit der Giftstärke von P. Murinus vergleichen?


Lg

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